Ronja Räubertochter

Die vierten Klassen im Jungen Theater Bonn

Ronja Räubertochter, eine der tiefgründigsten und schönsten Geschichten von Astrid Lindgren, ist in der 50jährigen Geschichte des Jungen Theater Bonn das am häufigsten inszenierte Stück. Für die vierten Klassen der Grundschule Am Pleiser Wald der beste Grund, an einem Schultag im Februar den Unterricht in das Beueler Theater zu verlegen.

Mit geröteten Wangen und aufmerksamen Blicken verfolgten sie die Glanzleistungen des Schauspielensembles, das mit märchenhafter Poesie die Geschichte von der Freundschaft zweier Kinder im Widerstand gegen ihre Familien auf die Bühne brachte. „Endlich lernen mal die Erwachsenen etwas von ihren Kindern“, brachte eine Schülerin die Botschaft des Stücks auf den Punkt. Ronja und Birk, die Kinder zweier verfeindeter Räuberbanden, müssen ihre Freundschaft gegen den Starrsinn der Erwachsenen durchsetzen. Dabei ist es längst nicht nur die Engstirnigkeit der Alten, die ihnen entgegensteht, es sind auch allerlei gefährliche Fabelwesen, wie Graugnome, Wilddruden und Rumpelwichte, gegen die sie sich auf ihrer Flucht in den Wald zu wehren haben. Fantasievoll verkleidet und mit ätherischen Geisterstimmen schickten sie selbst ihrem jungen Publikum einen Schauer über den Rücken.

Als es dem jungen Pärchen, das sich vor den grobschlächtigen Familienbanden in eine Höhle im Wald zurückgezogen hatten, zu unheimlich und angesichts des nahenden Winters auch zu rau wird, gibt’s den ersten Krach im Liebesnest. Getrieben von der Sehnsucht nach familiärer Geborgenheit geben sie den mittlerweile verzweifelten Bitten der Eltern nach Rückkehr schließlich nach. Doch nicht ohne Bedingungen zu stellen. In einem dramatischen Finale dürfen die halsstarrigen Hauptmänner der Mattis- und Borkaräuber schließlich erfahren, wie sie gleichzeitig mit ihren Kindern auch gegenseitiges Vertrauen und Frieden auf der Mattisburg finden.

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