Einrichtung Distanzunterricht

Liebe Eltern,

zuallererst wünsche ich Ihnen alles Gute und vor allem Gesundheit für das neue Jahr 2021.

Das Schulministerium hat uns mit einer Schulmail in Kenntnis gesetzt, dass der Präsenzunterricht bis zum 31. Januar 2021 ausgesetzt und an seine Stelle Distanzunterricht tritt. 

Ich verzichte an dieser Stelle darauf, Ihnen den Inhalt der Mail wiederzugeben, weil Sie diese auf der Homepage des Ministeriums im Wortlaut nachlesen können (https://www.schulministerium.nrw.de/ministerium/schulverwaltung/schulmail-archiv/07012021-schulbetrieb-ab-dem-11-januar-2021). Dort finden Sie auch alle Anhänge. Bitte lesen Sie die Mail sorgfältig.

Ich möchte Sie lediglich auf drei Punkte der Mail gesondert aufmerksam machen:

1. Es werden bis zum Schulhalbjahresende keine Klassenarbeiten mehr geschrieben. Die Benotungen erfolgen auf Basis der bislang erbrachten Schulleistungen.

2. Alle Kinder unserer Schule nehmen am Distanzunterricht teil – sei es von zu Hause oder (falls sie nicht zu Hause betreut werden können) von der Schule.

3. Die Feststellung, ob Ihr Kind zu Hause betreut werden kann oder nicht, treffen Sie als Eltern nach ernsthafter, sorgfältiger und gewissenhafter Prüfung der Sachlage, wobei Sie gemeinsam mit Ihrem Arbeitgeber alle Möglichkeiten zum Homeoffice ausschöpften sollten, um Ihr Kind möglichst von zu Hause aus betreuen zu können. Lautet hingegen das Ergebnis dieser Feststellung, dass eine Betreuung zu Hause für Sie nicht möglich ist, verwenden Sie bitte das anliegende Formblatt, um Ihr Kind im Rahmen der offenen Ganztagsbetreuung bei uns anzumelden. Senden Sie dieses zeitnah ausgefüllt an notbetreuung@pleiserwald.de zurück.

Dies vorweg geschickt möchte ich Ihnen nachfolgend erläutern, wie der Distanzunterricht an unserer Schule durchgeführt wird:

Da die Benotungssituation für dieses Schulhalbjahr abgeschlossen ist, sind wir die kommenden drei Wochen (anders als wir das vor Weihnachten waren) von der unmittelbaren Prüfungssituation „befreit“ und nutzen dies, im Distanzunterricht neue (organisatorische und pädagogische) Konzepte zu erproben, von denen wir uns einerseits eine bessere Wissensvermittlung für Ihr Kind versprechen und zum anderen Ihr Kind noch etwas mehr an digitale Lern- und Unterrichtsformen heranführen möchten.

Dies wollen wir folgendermaßen gestalten:

1. Kinder, die von zu Hause aus am Distanzunterricht teilnehmen

a. Lernzeitplan

Wir stellen den Lernzeitplan sowie die Unterrichtsinhalte in den Fächern über das Klassenpadlet bereit. Falls Sie eine Bereitstellung der Unterrichtsmaterialien in Papierform benötigen, wenden Sie sich bitte an die Klassenlehrerin. Diese klärt dann mit Ihnen alles Weitere. Von Ihrem Kind erarbeitete Aufgaben leiten Sie unmittelbar nach Erledigung direkt digital an die Klassen- bzw. Fachlehrerin; zu den Details vgl. Punkt c.

b. täglicher Kontakt zwischen Schüler und Lehrer

Die Klassenlehrerin wird als tägliches Ritual zu festen Zeiten Videokonferenzen abhalten. Hierdurch möchten wir den direkten Kontakt mit den Kindern halten, die Klassengemeinschaft stärken und die Möglichkeit für Rückfragen zu den Unterrichtsinhalten geben. Die Videokonferenzen sind als Angebot konzipiert und geben dem Tag eine verlässliche „schulische“ Struktur. Die genauen Zeiten für die Videokonferenzen teilt Ihnen die Klassenlehrerin gesondert mit. 

c. Rückkopplung und Lernstandskontrolle

Damit Ihre Klassenlehrerin die Arbeitsergebnisse Ihres Kindes unmittelbar prüfen kann, bitten wir Sie, von den Arbeitsblättern mit Ihrem Handy Fotos zu machen und diese über die „Teilenfunktion“ per Email an Ihre Lehrerin zu schicken. Die „Teilenfunktion“ ist relativ einfach und gibt es sowohl bei Androidhandys als auch bei Applehandys. Bei technischen Schwierigkeiten wenden Sie sich bitte an Ihre Klassenlehrerin.

2. Kinder, die von der Schule aus am Distanzunterricht teilnehmen

a. Lernzeitplan

Diese Kinder nehmen an einem betreuten Distanzunterricht teil, in dem sie in enger Begleitung der Lehrer und pädagogischen Mitarbeiter an ihren Unterrichtsinhalten arbeiten. Für die Arbeitsphasen richten wir Kleingruppen ein, um eine möglichst intensive Unterstützung bei der Bearbeitung zu erreichen. Wir versuchen dadurch die individuelle Lernsituation zu Hause abzubilden.

b. täglicher Kontakt zwischen Schüler und Lehrer

Die Kinder nehmen auch in der Notbetreuung an den täglichen Videokonferenzen teil. Die dafür notwendige Infrastruktur und Geräte sind in der Schule vorhanden und werden den Kindern bereitgestellt.

c. Rückkopplung und Lernstandskontrolle

Hier brauchen Sie sich um nichts zu kümmern. Die Ihr Kind beaufsichtigende pädagogische Kraft macht die Fotos und schickt die Ergebnisse an die zuständige Klassenlehrerin.

3. Ständige Information und Rückkopplung zwischen Lehrer und Elternteil

In allen Fällen besteht für Sie als Eltern die Möglichkeit, die Klassenlehrerin in telefonischen Sprechstunden zu kontaktieren. Bitte melden Sie sich für die Sprechstunden vorher per Mail bei der Klassenlehrerin an. Damit können wir die Gespräche koordinieren und gewährleisten eine reibungslose Erreichbarkeit.

4. Der Lotsendienst und der Schulbusverkehrs ruhen bis zum 31. Januar 2021.

Bitte gestatten Sie mir folgenden Hinweis: Wir überlegen, am Ende des Distanzunterrichts bei Ihnen eine freiwillige Umfrage durchzuführen, um zu erfahren, was aus Ihrer Sicht gut gelaufen ist und was wir verbessern können. Und zwar pädagogisch und organisatorisch. Wir sind hierzu auf Ihre Mithilfe angewiesen und bitten Sie um Ihre Unterstützung.

Das Monitoring ist auch deshalb wichtig, weil es sein kann, dass der Distanzunterricht in diesem Jahr nicht völlig verschwinden wird. Vielleicht wird er mittelfristig sogar Bestandteil der Schulausbildung und wir möchten Ihr Kind optimal auf diese Situation vorbereiten.

Wir haben schon den Anspruch, dadurch Ihrem Kind für den weiteren Verlauf seiner Schullaufbahn, aber auch für die Zeit danach während der Berufsausbildung oder dem Studium das nötige Rüstzeug zu vermitteln, weil uns die Digitalisierung und auch das Distanzlernen unser ganzes Leben begleiten wird. Wir möchten Ihr Kind nicht im Digitalunterricht lediglich „zu Hause oder in der Schule oder sonstwo verwahren“, sondern spezielle „skills“ vermitteln. Man kann davon halten was man will, aber wenn es gelingt, die jetzt heranwachsende Generation bereits im Kindesalter an das digitale Lernen (in Distanz) heranzuführen, wird dies die Kinder in einem hohen Maße intrinsisch befähigen verbunden mit einem ständigen Bemühen, sich Wissen anzueignen und sich fortzuentwickeln. Ein Leben lang.

In diesem Sinne verbleibe ich 

mit freundlichen Grüßen

Alexander Diel -Rektor-

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